HEY! TAGEBUCH UND FILM MAKING OF HEY!

 

stenzelfilm

 

 

Spielfilm Deutschland / Schweiz 2003/2004. 106 Min. Produktion: cb film Basel / Stenzel-Film München. Buch: Cornelia Bernoulli; Regie: Cornelia Bernoulli, Horst Stenzel. Darsteller: Cornelia Bernoulli, Katharina Schütz, Peter Holliger. Special Guests: Ken Loach, Sabine Schroth, Sönke Wortmann u.a.. Musik: Bruno Hetzendorfer. Schnitt: Horst Stenzel. Produziert auf DVCAM. Verfügbar außerdem auf DigiBeta, BetaSP, DVD und VHS.

 

QUICKTIME-FILM MAKING OF HEY!

Wir haben während der Arbeiten an "HEY!" laufend ein Produktionstagebuch geführt, das wöchentlich bei www.slashcam.de veröffentlicht wurde. Die Site wendet sich an Video-Freaks. Deshalb stehen in den folgenden elf Artikeln technische Aspekte der Produktion von "Hey!" im Vordergrund.

Zum Betrachten des Films MAKING OF HEY! (Länge 8 ½ Minuten) wird ein Quicktime-Player benötigt. Er kann hier gratis geladen werden. Bei 56 kB/sec den Film bitte ca. 4 Minuten vorladen, bei anderen Verbindungen entsprechend kürzer oder länger.

 

Woche 1:So fing alles an

Wenn man nur lange genug mit Filmen sein Brot verdient, kommt eines Tages unweigerlich der Moment, in dem man sich fragt: Muss diese Abhängigkeit von Fernsehredakteuren und von Fördergremien sein? Oft sieht man es den Filmen an, wie häufig die Drehbücher umgekrempelt wurden. Ungereimtheiten schleichen sich ein, und mitunter werden die Absichten des Drehbuchautors bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Mehr

Woche 7: Die heisse Phase

Wir befinden uns in der heissen Phase der Produktion. Das ist einmal ganz wörtlich zu nehmen: Bei Schattentemperaturen von 37 Grad ist der Dreh in einem Auto bei geschlossenen Fenstern (wegen des Tons) nahezu unerträglich. Ich möchte nicht weiter ausmalen, wie die Schminke unserer beiden Protagonistinnen zerläuft, wenn sie nicht ständig nachpudern. Mehr ►

Woche 2: Hey! Woher kommt das liebe Geld ?

Einen Spielfilm zu kalkulieren ist normalerweise gar nicht so einfach. Am Anfang steht das sorgfältige Studium des Drehbuchs, aus dem dann ein Drehplan entwickelt werden muss. Daraus kann man einen Kostenrahmen ableiten. Es gibt unglaublich viele Kostenpositionen, die man nicht bedacht hat. Und später folgen Budgetverhandlungen mit Fernsehsendern, in denen viele wichtige Positionen leider wieder gestrichen werden. Mehr

Woche 8: - Das Ende der zweiten Phase

Die kritische Phase unserer Low-Budget-Produktion ist nun abgeschlossen. Gestern war der letzte Drehtag. Er endete mit einer Nachtszene mit einem Dutzend Kerzen auf einer Terrasse über dem Lago Maggiore: Traumhafte Kulisse für eine romantische Szene unserer beiden Hauptdarstellerinnen. Heute Vormittag folgten noch letzte Aufnahmen von Eidechsen und Raupen, Zwischenschnitte für bestimmte Szenen. Und jetzt, da alles vorbei ist, die Geräte verstaut und Kostüme eingepackt sind, macht sich eine gewisse Leere breit. Mehr ►

Woche 3: Hey! Die große Inspektion

Natürlich ist das Equipment topfit. Natürlich wurde nach dem letzten Dreh alles überprüft und an seinen Platz zurückgestellt. Es kann also gar nichts schief gehen bei dem großen Dreh eines Spielfilms mit einer kleinen Kamera. Oder gibt es doch noch Schwachstellen? Wir besitzen eine der ersten Kameras vom Typ Sony PD150. Die Konstruktion war ingenieurmäßig noch gar nicht ausgereift, da brachte die Japaner das Ding schon auf den Markt. Japaner – so nennen Tonleute die Mikrofon-Automatik solcher Kameras. Mehr

                      

Woche 4: Große Effekte mit kleinem Zubehör

Rund um die DV-Kameras rankt sich ein ganzes Bouquet von Zubehör. Ob man es einsetzt, ist eine Frage des Geldbeutels. Der Production value eines Films kann aber zweifellos durch solche Gimmicks drastisch erhöht werden. Ein Beispiel: Für Hey! möchten wir in verschiedenen Szenen gerne einen Kran einsetzen. Bebob war so freundlich, uns das Modell V5 des niederländischen Herstellers Cambo zur Verfügung zu stellen. Es wiegt nur 5,5 kg und wird an Stelle des Stativkopfes auf das Stativ gesetzt. Mehr

Woche 10: Die meiste Arbeit fängt erst an

Nach Abschluss der Dreharbeiten beginnt bekanntlich die Postproduktion. Bei Filmen wie Sönke Wortmanns Das Wunder von Bern dauerte diese Phase fast ein Jahr. Er war zur Uraufführung seines Films auf der Piazza in Locarno gekommen und wurde so auch ein Special Guest in unserem Film Hey! Die vielen Animationen in Sönkes Fußball-Saga haben so lange gedauert. Die Fußball spielenden Schauspieler, die die ungarische und die deutsche Elf von 1954 verkörperten, wurde allesamt computeranimiert. Mehr ►

Woche 5: Immer kommt es anders als man denkt

Es ist nicht verboten, gute Einfälle zu haben. Das gilt auch für Hey! Bis zuletzt wird an dem Drehbuch gefeilt. Und so kam die Idee auf, vor dem Einzug in das Rustico, eines als unsere „Basisstation“ dienendes Tessiner Berghäuschens, zwei Tage in einem Hotel einzuplanen. Damit haben wir gleich zwei Vorteile. Zum einen beginnt der Dreh früher, und der Zeitdruck nimmt entsprechend ab. Zum anderen kommt das auch dem dramaturgischen Aufbau der Story zu Gute. Mehr

Woche 14: Der erste Test

Unser Spielfilm Hey! nimmt Gestalt an. In den letzten Wochen wurde von morgens bis in die Nacht geschnitten. Dabei haben wir immer kleine Häppchen gebildet. Insgesamt wurden es 17 Sequenzen. Die Methode hat den Vorteil, dass so der Film handlicher zu bearbeiten ist als wenn alle Clips in die Timeline gezogen würden. Jede Sequenz wurde bezeichnet, so dass einzelne Szenen leicht gefunden werden. Auch in dem Bin mit den verschiedenen Musiken wurden die Stücke den einzelnen Szenen zugeordnet. So war es überhaupt kein Problem, mit rund 600 Clips umzugehen. Mehr ►

Woche 6: Das Production Design

Noch wissen wir nicht, ob sich ein Verleih für unseren Film interessieren wird. Solange müssen wir uns selbst um den Vertrieb kümmern, und dazu gehören auch die Werbemittel. Und so entstand in den letzten Tagen sogar ein brauchbarer Plakat-Entwurf. Schein oder Sein, das ist unser Thema. Diese Frage beherrscht auch das Œuvre des belgischen Surrealisten René Magritte. Er wird im Film zitiert. An seine Formensprache lehnt sich auch das Poster an: Zwei Frauen, symbolisiert durch zwei Äpfel am Lago Maggiore, auf einer Bühne, die mal Realität ist, mal Fiktion. Wir wollen dieses Motiv auch im Film selbst kurz sichtbar machen. Mehr ►

Woche 20: Das Finale

Unser Low-Budget-Projekt Hey! befindet sich nun sportlich gesprochen auf der Schlussgeraden. Der Film ist fertig, jetzt muss er sein Publikum finden. Wir haben ihn deshalb mehreren TV-Anstalten angeboten, und auch bei verschiedenen Festivals wurde er angemeldet. Für Mitte Januar planen wir eine Art Preview, für das wir in München ein Kino mieten wollen. Die Miete ist erträglich, aber Einladungen müssen gedruckt und verschickt werden. Wir werden auch Pressemappen vorbereiten. Die Festivals fragen nach Fotos für ihre Kataloge. Auch die müssen noch hergestellt werden. Mehr ►

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